Checkliste Nachhaltigkeit für Kita und Träger: So nutzen Sie den Selbstcheck
Der Selbstcheck richtet sich an Vorstand, Geschäftsführung und kaufmännische Leitung gemeinnütziger Träger – Kita-Verbünde, Jugendhilfe-gGmbHs, Kreisverbände, Trägerstiftungen. Ein Punkt gilt als erfüllt, wenn Sie ihn mit einem Dokument oder einer Zahl belegen können, nicht wenn er „im Prinzip“ geregelt ist. Die Reihenfolge folgt der Logik unserer Projekte: ohne Daten keine Maßnahme, ohne Maßnahme keine Refinanzierung, ohne Refinanzierung kein Bericht, der trägt.
Block A – Anforderungen und Datenlage
Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.
Block B – Gebäude, Energie, Mobilität
Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.
Block C – Verpflegung, Beschaffung, Kreislauf
Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.
Block D – Personal, Beteiligung, Governance
Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.
Block E – Refinanzierung, Förderung, Bericht
Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.
Ergebnis im Erstgespräch besprechenAuswertung: Wo steht Ihr Träger?
Zählen Sie die erfüllten Punkte. In unseren Erstgesprächen liegen Träger, die noch nicht systematisch begonnen haben, meist bei fünf bis acht Punkten – fast immer mit Stärken in Block D, weil Beteiligung und Schutzkonzepte zum Kerngeschäft gehören, und Lücken in Block A und E. Das ist kein schlechtes Ergebnis, sondern der Normalfall: Die Sozialwirtschaft hat das S lange vor dem E beherrscht. Die Auswertung zeigt, welcher Schritt als nächster ansteht und wie groß der Aufwand ist.
| Erfüllte Punkte | Einordnung | Empfohlener nächster Schritt |
|---|---|---|
| 0–6 | Einstieg: Nachhaltigkeit ist pädagogisch präsent, aber nicht gesteuert. Daten fehlen, Anforderungen sind unklar. | Träger-Check und Zählerinventur. Verbandsvorgaben und Kostenträgeranforderungen sammeln. Quick Wins ohne Investition starten. |
| 7–12 | Aufbau: Erste Daten und Maßnahmen vorhanden, aber ohne Bilanz, Refinanzierungslogik oder Bericht. | THG-Bilanz Scope 1 und 2 über alle Standorte, Wesentlichkeits-Check, Maßnahmenplan mit Förderpfad. Ersten VSME-Bericht planen. |
| 13–18 | Steuerung: Daten, Maßnahmen und Verantwortlichkeit stehen. Es geht um Zielerreichung, Scope 3 und Verhandlungserfolg. | Reduktionsziel mit Basisjahr festlegen, Scope 3 (Verpflegung, Beschaffung) vertiefen, Bericht als Verhandlungs- und Bewerbungsunterlage einsetzen. |
Die drei Punkte mit der größten Hebelwirkung
- Zählerliste und Verbräuche je Standort (A3, A4): Ohne sie bleibt jede Bilanz Schätzung und jede Entgeltverhandlung Behauptung. Aufwand: 30 Minuten je Einrichtung plus Vermieteranfragen.
- Verbands- und Kostenträgeranforderungen kennen (A1, A2): Bestimmt Umfang und Zeitplan. Aufwand: ein halber Tag Dokumentensichtung und ein Gespräch mit dem Fachbereich der Kommune.
- Refinanzierungspfad je Maßnahme (E1, E2): Trennt Maßnahmen, die der Träger tragen kann, von denen, die Förderung oder Verhandlung brauchen. Aufwand: ein Workshop mit Controlling.
Ergebnis besprechen
Schicken Sie uns Ihre Punktzahl und die drei offenen Punkte, die Sie am meisten beschäftigen. Im kostenlosen Träger-Check ordnen wir in 60 Minuten Anforderungen, Datenlage und Förderung – und sagen offen, was sich für Ihren Träger nicht lohnt.
Träger-Check anfragen
Kostenloses Erstgespräch für Vorstände und Geschäftsführungen gemeinnütziger Träger. Wir prüfen dabei auch, welche Förderprogramme für Beratung und Investitionen Ihrem Träger offenstehen.
Träger-Check anfragenVertiefung zu den einzelnen Blöcken: Welche Pflichten tatsächlich gelten, erklärt die Seite zur CSRD in der Sozialwirtschaft; wie die Bilanz entsteht, die Seite zur CO₂-Bilanz Kita; welche Töpfe offen sind, die Förderseite.
