So nutzen Sie die Checkliste für Ihr Krematorium
Gehen Sie die Punkte mit Betriebsleitung und Verwaltung gemeinsam durch und zählen Sie, wie viele Sie ohne Einschränkung mit Ja beantworten können. Ein Punkt gilt nur dann als erfüllt, wenn der Nachweis schriftlich vorliegt – ein Gefühl, dass der Gasverbrauch „etwa passt“, zählt nicht. Die Liste deckt die vier Bereiche ab, die in Krematorien regelmäßig als wesentlich bewertet werden: Energie und Klima, Emissionen und Abfall, Pietät und Soziales sowie Governance und Bericht. Bestattungsunternehmen ohne eigenes Krematorium beantworten die Punkte 5 und 13 bis 18 für den eigenen Betrieb und fragen die übrigen bei ihrem Krematorium ab.
Selbstcheck Nachhaltigkeit Krematorium – 18 Prüfpunkte
Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.
Ergebnis im Erstgespräch besprechenAuswertung: Wo steht Ihr Krematorium
15 bis 18 Punkte erfüllt: Ihr Betrieb ist gut aufgestellt. Prüfen Sie, ob der Bericht auf der DNK-Plattform veröffentlicht ist und ob die Listung auf nachhaltige-krematorien.de sinnvoll ist, um die Vergleichbarkeit gegenüber Bestattern und Kommunen zu nutzen. Nächster Schritt ist meist die Dekarbonisierungsplanung für die nächste Ersatzinvestition, etwa über einen Transformationsplan nach EEW Modul 5.
9 bis 14 Punkte erfüllt: Die technischen Grundlagen stehen, aber Dokumentation und Bericht fehlen oder sind lückenhaft. Typisch ist diese Konstellation bei gut geführten kommunalen Anlagen: Die Messberichte sind sauber, der Gasverbrauch ist bekannt, aber es gibt keine CO₂-Bilanz, keine Wesentlichkeitsanalyse und keine schriftliche Metallregelung. Ein erster DNK- oder VSME-Bericht lässt sich innerhalb von vier bis sechs Monaten erstellen; für private Betreiber ist die Begleitung über das BAFA je nach Standort mit 50 oder 80 % des Beraterhonorars förderfähig.
Unter 9 Punkten: Ihr Krematorium hat Risiken, die über die Nachhaltigkeitsberichterstattung hinausgehen. Prüfen Sie zuerst die Pflichtpunkte 4, 8, 10 und 12 – Abwärmemeldung, Messberichte, Abfallnachweise und steuerliche Behandlung der Metallrückstände –, weil hier Behörden und Finanzamt unmittelbar nachfragen können. Danach folgen Zählerstruktur und Schichtbündelung als wirtschaftlich schnellste Hebel. Ein strukturierter Krematorium-Check ordnet die Reihenfolge.
Die vier Punkte, die am häufigsten fehlen
In unseren Projekten sind es fast immer dieselben Lücken: keine Zwischenzähler je Ofenlinie (Punkt 1), keine Prüfung der Abwärmemeldepflicht (Punkt 4), keine schriftliche Zustimmungsregelung zu Metallrückständen (Punkt 11) und keine belegten Umweltaussagen gegenüber Bestattern (Punkt 18). Alle vier sind mit geringem Aufwand zu schließen.
Vom Selbstcheck zum Krematorium-Check
Die Checkliste zeigt, wo Lücken sind; sie sagt nicht, in welcher Reihenfolge und mit welchem Aufwand sie zu schließen sind. Genau das leistet der Krematorium-Check von wetando: ein strukturiertes Erstgespräch, in dem wir Ihre Antworten durchgehen, die Rechtsform und damit die Förderwege klären und eine Reihenfolge für die nächsten zwölf Monate vorschlagen. Für private Krematorien und Bestattungsunternehmen als KMU ist die anschließende Beratung über das BAFA-Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ je nach Standort mit 50 oder 80 % des Beraterhonorars förderfähig (höchstens 2.800 Euro je Beratung, Richtlinie bis Ende 2026); kommunale Betreiber begleiten wir über Kommunalrichtlinie und Landesprogramme.
Checkliste ausgefüllt? Dann der nächste Schritt.
Senden Sie uns Ihre Punktzahl und die drei Themen, die Ihnen am meisten Sorgen machen. Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir sie nach Dringlichkeit, Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit.
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