Förderung Druckerei – Druckereien, Medien & Verpackung
Fördermittel

Förderung für Druckereien: Welche Programme Beratung, Energie und Investitionen bezahlen

Förderung Druckerei – die meisten Betriebe nutzen nur einen Bruchteil der Programme, die für Beratung, Energieeffizienz und Investitionen offenstehen. Als Fördermittelberater mit Sitz in Leipzig und Berlin kennen wir die Bundesprogramme und die Landesprogramme in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Baden-Württemberg. Diese Seite ordnet sie nach Verwendungszweck.

Förderung für Beratung: BAFA-Programm für KMU

Das BAFA-Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ bezuschusst Beratungen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen – ausdrücklich auch zu Nachhaltigkeit, Umwelt- und Energiemanagement. Kleine und mittlere Druckereien erhalten je nach Region 50 % (alte Bundesländer, Berlin, Region Leipzig) oder 80 % (übrige neue Bundesländer) Zuschuss auf förderfähige Beratungskosten von höchstens 3.500 Euro je Beratung, also maximal 2.800 Euro; gefördert werden bis zu zwei Beratungen pro Jahr. Voraussetzung: Der Berater ist beim BAFA gelistet und der Antrag wird vor Beginn der Beratung gestellt. Anträge sind nach der aktuellen Richtlinie bis 31. Dezember 2026 möglich. Dr. Martin Schunk ist beim BAFA registrierter Berater; ein Druckerei-Check oder ein abgegrenzter Teil von CO₂-Bilanz oder Berichtserstellung lässt sich über dieses Programm bezuschussen.

Für Thüringer Druckereien kommt die Thüringer Beratungsrichtlinie der Thüringer Aufbaubank hinzu, die Beratungen zu Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit bezuschusst; die Qualitätssicherung läuft über Ellipsis, bei der wetando als Beratungsunternehmen gelistet ist. In Sachsen bietet die Mittelstandsrichtlinie der Sächsischen Aufbaubank (SAB) ein Beratungsmodul. Beide Programme sind mit der BAFA-Förderung nicht kombinierbar – wir prüfen, welche Variante für Ihren Fall günstiger ist.

Förderung für Energieeffizienz: EEW, EBN und KfW

Die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) ist das zentrale Programm für Investitionen in Druckereien. Sie wird als Zuschuss über das BAFA oder als Kredit mit Tilgungszuschuss über die KfW (Programm 295) beantragt. Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt sein; Planungsleistungen dürfen vorher erbracht werden, Bestellungen nicht. Die Fördersätze unterscheiden sich je Modul und Unternehmensgröße, KMU erhalten Aufschläge. Da das BMWE die Richtlinie 2025/2026 überarbeitet hat, prüfen wir die aktuellen Konditionen bei jedem Antrag.

EEW-Module und typische Druckereimaßnahmen
ModulWas gefördert wirdBeispiele aus Druckereien
Modul 1 – Querschnittstechnologien (nur KMU)Hocheffiziente Motoren, Pumpen, Ventilatoren, Druckluftkompressoren, Wärmeübertrager, DämmungDrehzahlgeregelter Kompressor, Lüftungsventilatoren, Wärmerückgewinnung Druckluft
Modul 2 – Prozesswärme aus erneuerbaren EnergienWärmepumpen, Solarthermie, Biomasse für ProzesswärmeWärmepumpe für Hallenheizung und Papierklimatisierung
Modul 3 – MSR, Sensorik, Energiemanagement-SoftwareMesstechnik, Unterzähler, Software, SchulungUnterzähler je Druckmaschine, Energiemonitoring für EnEfG-Nachweise
Modul 4 – Energiebezogene Optimierung von Anlagen und ProzessenAbwärmenutzung, effiziente Prozesswärme, Vermeidung von Energieverlusten, EinsparkonzepteLED-UV-Umrüstung, Abwärme aus Heatset-Trockner, Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Modul 5 – TransformationskonzepteKonzepte zur Treibhausgasneutralität inkl. CO₂-Bilanz und BeratungDekarbonisierungsfahrplan für Druckstandort mit Erdgas-Trocknern
Modul 6 – Elektrifizierung kleiner UnternehmenErsatz fossiler Produktionsanlagen durch elektrischeElektrischer Trockner statt Gas, Wärmepumpe statt Gaskessel

Ergänzend fördert das BAFA über die „Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme“ (EBN) die Energieberatung nach DIN EN 16247-1 mit einem Zuschuss von bis zu 50 % der Beratungskosten – der sinnvolle erste Schritt vor jedem EEW-Antrag. Die KfW bietet mit der „Klimaschutzoffensive für den Mittelstand“ (293) zinsgünstige Kredite für klimafreundliche Investitionen und mit dem Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ (270) die Finanzierung von Photovoltaik auf dem Hallendach.

Landesprogramme: Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Baden-Württemberg

  • Sachsen: Förderrichtlinie „Energie und Klima“ der SAB (Zuschüsse für Energieeffizienz, Abwärmenutzung, Speicher und Energiemanagement in Unternehmen); GRW-Investitionszuschüsse für Druckereien mit überregionalem Absatz; Mittelstandsrichtlinie mit Beratungsmodul.
  • Thüringen: „GreenInvest“ der Thüringer Aufbaubank für Energie- und Ressourceneffizienz in KMU (Zuschuss für Investitionen und begleitende Konzepte); Thüringer Beratungsrichtlinie; Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) als kostenfreie Erstanlaufstelle.
  • Sachsen-Anhalt: Programme der Investitionsbank Sachsen-Anhalt zur Energieeffizienz in Unternehmen (u. a. „Sachsen-Anhalt ENERGIE“); Landesenergieagentur LENA mit Effizienzchecks.
  • Berlin: Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE 2) über die IBB für Energieeffizienz- und Klimaschutzinvestitionen; Transfer BONUS für Kooperationen mit Hochschulen, etwa zur Prozessoptimierung.
  • Baden-Württemberg: „Klimaschutz-Plus“ des Umweltministeriums, Ressourceneffizienzfinanzierung der L-Bank, kostenfreie KEFF+-Effizienzchecks der regionalen Kompetenzstellen – relevant für Betriebe am Bodensee und in Oberschwaben.

Kombinationsregeln beachten

Landes- und Bundesprogramme lassen sich für dieselbe Maßnahme meist nicht kumulieren; De-minimis- und AGVO-Grenzen gelten für den Gesamtbetrag. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn – schon die Bestellung des Kompressors – schließt die Förderung in der Regel aus. Wir legen vor jedem Antrag eine Förderstrategie fest: welche Maßnahme über welches Programm, in welcher Reihenfolge.

Branchennahe Programme und Netzwerke

Die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände ist kein Förderprogramm, aber ein Branchenwerkzeug: Mitglieder erhalten Zugang zum Branchen-CO₂-Rechner und zu Schulungen. Energieeffizienz-Netzwerke der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) bringen Druckereien einer Region mit Beratern zusammen; die Teilnahme wird häufig von IHK oder Land bezuschusst. Für innovative Demonstrationsvorhaben – etwa eine erstmalige Abwärmenutzung aus thermischer Nachverbrennung – kommt das Umweltinnovationsprogramm (UIP) des Bundesumweltministeriums in Betracht. Forschungsnahe Projekte zu Ressourceneffizienz im Druck können über „KMU-innovativ“ gefördert werden.

  1. 01

    Fördercheck (1 Woche)

    Wir ordnen Ihre geplanten Maßnahmen – Beratung, Energie, Investition – den passenden Programmen zu und prüfen Fristen, Kumulierung und Antragsvoraussetzungen.

  2. 02

    Antragsreihenfolge festlegen

    Beratung über BAFA oder Landesrichtlinie, Energieberatung über EBN, Investitionen über EEW oder Landesprogramm – jeweils vor Maßnahmenbeginn.

  3. 03

    Anträge stellen und Nachweise führen

    Wir erstellen Antragsunterlagen, Wirtschaftlichkeitsnachweise und Verwendungsnachweise; Sie behalten die Übersicht über Bewilligungen und Fristen.

Fördercheck für Ihre Druckerei

Im kostenlosen Erstgespräch sagen wir Ihnen, welche Programme für Ihre geplanten Maßnahmen in Frage kommen und in welcher Reihenfolge Sie beantragen sollten.

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Häufige Fragen

Förderung: Ihre Fragen

Für KMU das BAFA-Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ mit 50 oder 80 % Zuschuss auf bis zu 3.500 Euro Beratungskosten je Beratung, alternativ Landesrichtlinien wie die Thüringer Beratungsrichtlinie oder das Beratungsmodul der SAB-Mittelstandsrichtlinie. Energieberatungen nach DIN EN 16247 werden über das BAFA-Programm EBN mit bis zu 50 % gefördert. Transformationskonzepte inklusive CO₂-Bilanz laufen über EEW-Modul 5.

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