Nachhaltigkeit Checkliste Zulieferer – Industrielle Zulieferer: Maschinenbau, Geräte- und Reinigungstechnik
Selbstcheck

Nachhaltigkeit-Checkliste für Zulieferer: 18 Prüfpunkte

Diese Nachhaltigkeit-Checkliste für Zulieferer prüft in 18 Punkten, ob Ihr Betrieb die Anforderungen von Konzernkunden, Rating-Plattformen und Produktrecht erfüllt. Sie ist auf Zulieferer im Maschinenbau sowie Hersteller von Geräten und Reinigungstechnik zugeschnitten und dauert etwa 15 Minuten. Die Auswertung zeigt, wo Sie stehen und was zuerst zu tun ist.

So nutzen Sie die Checkliste

Beantworten Sie jeden Punkt mit Ja nur, wenn ein Dokument, eine Kennzahl oder ein beschriebener Prozess vorliegt, den Sie einem Kunden oder EcoVadis-Analysten vorlegen könnten. „Machen wir im Prinzip“ zählt als Nein – genau an dieser Unterscheidung scheitern die meisten Ratings. Die Punkte sind in vier Blöcke gegliedert, die den Themen entsprechen, nach denen Konzernkunden Zulieferer bewerten: Kundenanforderungen und Organisation, Energie und Klima, Produkt und Material-Compliance, Lieferkette und Ethik. Am besten füllen Geschäftsführung, QM und Einkauf die Liste getrennt aus – abweichende Antworten zeigen, wo Prozesse nur in einem Kopf existieren.

Block A: Kundenanforderungen und Organisation

0 von 5 Punkten erfüllt0 %

Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.

Block B: Energie und Klima

0 von 5 Punkten erfüllt0 %

Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.

Block C: Produkt und Material-Compliance

0 von 4 Punkten erfüllt0 %

Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.

Block D: Lieferkette und Ethik

0 von 4 Punkten erfüllt0 %

Deutlicher Handlungsbedarf. Starten Sie mit Datenerfassung und Zuständigkeiten.

Ergebnis im Erstgespräch besprechen

Auswertung: Was Ihr Ergebnis bedeutet

Zählen Sie die Ja-Antworten. Bei 15 bis 18 Punkten verfügen Sie über ein System, das Konzernanforderungen trägt; der nächste Schritt ist die Optimierung einzelner EcoVadis-Themen und die Vorbereitung auf PCF-Anfragen und Produktpass. Bei 9 bis 14 Punkten ist die Basis vorhanden, aber lückenhaft – typisch sind fehlende Scope-3-Schätzung, fehlender Konfliktmineralien-Report und ein Rücknahmesystem, das nur auf dem Papier existiert. Hier bringt eine strukturierte Gap-Analyse in sechs bis acht Wochen die größte Wirkung. Bei weniger als 9 Punkten beantworten Sie Kundenanfragen vermutlich einzeln und aus dem Gedächtnis; das Risiko einer Abwertung in Lieferantenbewertungen ist real. Der Aufbau eines Datenkerns nach VSME-Basismodul und eine CO₂-Bilanz sind die ersten Schritte.

Prioritäten nach Ergebnis
ErgebnisEinordnungErste drei Schritte
15–18 JaBelastbares SystemEcoVadis-Themen gezielt verbessern, PCF-Modell aufbauen, Produktpass vorbereiten
9–14 JaBasis mit LückenGap-Analyse gegen Kundenanforderungen, Scope 3 schätzen, Konfliktmineralien-Report und Rücknahmesystem dokumentieren
unter 9 JaEinzelfallbearbeitungAnforderungsliste der Top-10-Kunden, CO₂-Bilanz Scope 1 und 2, Richtlinien und Lieferantenkodex aufsetzen

Unabhängig vom Gesamtergebnis sind drei Punkte kritisch, weil sie gesetzliche Pflichten betreffen: die ear-Registrierung samt Mengenmeldung, die Rücknahme von B2B-Altgeräten und die REACH-Informationspflichten. Ein Nein bei einem dieser Punkte sollte vor allen Rating-Überlegungen behoben werden. Ebenfalls hohe Priorität hat der Konfliktmineralien-Report, sobald ein Automotive- oder Elektronikkunde CMRT abfragt – dort führen fehlende Rückmeldungen schnell zu Eskalationen im Lieferantenmanagement, weil der Kunde seinerseits gegenüber seinen Abnehmern berichten muss.

Häufige Fehleinschätzungen beim Selbstcheck

Drei Muster sehen wir regelmäßig. Erstens wird die ISO-14001-Zertifizierung als Ja für mehrere Punkte gewertet; sie belegt ein Managementsystem, aber weder eine CO₂-Bilanz noch Kennzahlen zum Produktlebensende. Zweitens gilt der vom Kunden vorgegebene Kodex als eigener Lieferantenkodex; EcoVadis erwartet jedoch, dass Sie Ihren Lieferanten Anforderungen stellen, nicht nur selbst welche akzeptieren. Drittens wird das jährliche Ausfüllen eines Kundenfragebogens als Reporting gezählt; ohne eigenen veröffentlichten Bericht fehlt aber der Nachweis, auf den sich alle anderen Antworten stützen.

Typisches Ergebnis in unseren Erstgesprächen

Zulieferer mit 50 bis 300 Beschäftigten erreichen in unseren Erstgesprächen meist 7 bis 12 Punkte. Am häufigsten fehlen Scope-3-Schätzung, Konfliktmineralien-Report, Rückläuferkennzahl und quantifizierte Ziele. Am häufigsten vorhanden, aber nicht dokumentiert, sind Lieferantenaudits, Rücknahmepraxis und Energiemaßnahmen – also genau die Punkte, die sich schnell in Nachweise verwandeln lassen.

Ergebnis besprechen

Schicken Sie uns Ihr Ergebnis oder Ihre offenen Punkte. Im kostenfreien Erstgespräch ordnen wir die Lücken nach Kundenwirkung und Aufwand und zeigen, welche Förderung die Umsetzung trägt.

Lieferanten-Check anfragen
Häufige Fragen

Checkliste: Ihre Fragen

Einmal jährlich vor der EcoVadis-Neubewertung oder vor der Hauptsaison der Kundenfragebögen, die bei vielen Konzernen im ersten Quartal liegt. Zusätzlich bei jedem neuen Konzernkunden, weil dessen Kodex und Portal neue Anforderungen bringen, und bei Produktneuheiten mit Elektronik, weil ear-Registrierung, RoHS und Konfliktmineralien dann neu zu prüfen sind.

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Nachhaltigkeitsziele sprechen

Kostenloses Erstgespräch – wir analysieren Ihre aktuelle Situation und zeigen Ihnen, welche Schritte jetzt die größte Wirkung haben. Für KMU ist je nach Region eine BAFA-Förderung von 50 oder 80 % möglich.